Wie fängst du?
Ich fange langsam. Mit Fangen assoziiere ich eigentlich, dass man schneller sein muss, als das, was man fängt. Aber ich habe eher das Gefühl, mich fängt etwas ein.
Ich musste, als ich deine Lieder gehört habe, an eine weißgetünchte Kapelle denken, in die Licht durch ein kleines Fenster hineinfällt. Ich sitze auf einer Holzbank und Gott ist mir ganz nah.
Ich denke, dass der Ort, den du beschreibst, auch der Zustand ist, den ich erlebe, wenn ich singe. Dass man ganz nah an einem richtigen Ort ist. Für den einen ist es vielleicht eine Höhle, für dich eine Kapelle, für jemand anderes wäre es ein Wald. Ich denke, dass jeder Mensch einen Ort hat, an dem Gott ihm am nächsten sein kann.