Wie siehst du dein Publikum?
Das hat eine Entwicklung durchgemacht. In den letzten zwei Jahren habe ich gelernt, mein Publikum wirklich zu sehen. Ich nehme einzelne Gesichter wahr, schaue in die Augen; ich sehe traurige Gesichter, ich sehe fröhliche Gesichter, ich sehe erwartungsvolle Gesichter, und es entsteht so etwas wie ein vertrautes Verhältnis zu ihnen.
Sind deine Lieder Gespräche mit deinem Publikum?
Ich teile mit den Menschen, was in dem Moment dran ist. Ich empfinde eine gewisse Atmosphäre, Stimmung, Erwartung, vielleicht auch Hoffnung. Es ist ein Nachhaken, Nachfragen, und bei manchen Liedern spüre ich: Ich singe jetzt aus der Gewissheit meines Glaubens und das spreche ich meinem Gegenüber als Schwester zu.